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Dickdarm- und Enddarmkrebs

Die Mehrheit der Dickdarm- und Enddarmkrebse entsteht von sogenannten Polypen. Die Polypen können als präkanzeröse Zustände betrachtet werden: sie bedeuten in sich selbst noch keine bösartige Abartung, später können aber Dickdarm- bzw. Enddarmkrebs davon entstehen.

Welche sind die Symptome des Dickdarmkrebses? Im frühen Stadium verursacht der Dickarmkrebs noch keine Symptome, später aber – in Abhängigkeit der Lage des Tumors – kann mit verschiedenen Symptomen gerechnet werden. Als charakteristischste   frühe Symptome des Dickdarmkrebses können der Durchfall, die Verstopfung sowie das Blut im Stuhl erwähnt werden.

Für den Ausweis des Dickdarmkrebses gibt es auch mehrere Untersuchungsmethode, diese sind aber nicht gleich zuverlässig. Die genaueste Methode ist die Dickdarmbespiegelung (Kolonoskopie). Die CT-Kolonographie kann auch vorgeschlagen werden, die nach der Kolonoskopie die zweitgenaueste Methode für die Krebsvorsorge ist.

In der Behandlung des Dickdarmkrebses können hauptsächlich der chirurgische Eingriff sowie die Kombination der Chemotherapie und der gezielten Anti-Tumor-Behandlungen effektiv sein. Bei den im frühen Stadium operierten Dickdarmkrebsen kann sogar volle Heilung erreicht werden.

 

Symptome der Dickdarm- und Enddarmkrebses – was muss beachtet werden?

Der Dickdarmkrebs und der Enddarmkrebs haben keine eindeutigen Symptome, im Allgemeinen können wir aber über charakteristische Beschwerde sprechen.  Das aufsehenerregendste Symptom ist das Blut im Stuhl, mit dem man sofort zum Arzt gehen sollte. Welche Unterschiede gibt es zwischen den frühen Symptome und den Symptomen im fortgeschrittenen Stadium? Welche Hauptunterschiede gibt es zwischen den Symptomen des Enddarms und des Dickdarms?

Im frühen Stadium, als der Dickdarmkrebs eben schon begann, zu entstehen, verursacht der Tumor im Allgemeinen noch keine Symptome.

Später aber, wenn der Dickdarmkrebs beginnt, zu wachsen und sich zu verbreiten, können zahlreiche verschiedene Symptome erscheinen. Der Typ der Symptome hängt davon ab, auf welchem Punkt des Darms der Dickdarmkrebs entsteht.

 

Frühe Symptome des Dickdarmkrebses

Die häufigsten, im Allgemein früh entstehenden Symptome des Dickdarmkrebses sind wie folgt:

 

Blut im Stuhl

Der Grund des Blutes im Stuhl ist, dass der Tumor beginnt, zu bluten. Die Blutung ist im Allgemeinen nicht kontinuierlich und im frühen Zustand des Dickdarmkrebses erscheint auch nicht in großem Umfang, deshalb kann sie auch nicht immer bemerkt werden. Ein gut sichtbares und leicht bemerkbares Zeichen ist aber, wenn die Farbe des Stuhls wegen des mit ihm gemischten Blutes ausgesprochen dunkel wird.

Ein anderes, gleichfalls frühes Symptom kann die Anämie sein, die in Folge der fortlaufenden Blutung des Tumors entstehen kann. Der in kleiner Menge aber fortlaufend erfolgende Blutverlust kann mit der Zeit durch ernsthafte Müdigkeit, Schwächegefühl und Blässe gefolgt werden.

Schleimiger Stuhl

Mit dem Stuhl kann auch schleimige Absonderung entleert werden. Es ist auch nicht immer auffällig, wenn man aber dauerhafte Änderung in der Konsistenz des Stuhles erfährt, lohnt es sich, zum Arzt zu gehen.

 

Dauerhafte Änderung in den Stuhlgangsgewohnheiten

Ein weiteres, auch frühes Symptom des Dickdarmkrebses kann sein, wenn man seltener oder häufiger auf die Toilette geht, als gewohnt. Sowohl Verstopfung, als auch Durchfall können also vorkommen.

 

Sonstige Symptome

Auch Schmerzen im Bauch können vorkommen, darüber hinaus kann leichtes Völlegefühl nach der Stuhlentleerung zurückbleiben.

  

Symptome des fortgeschnitteneres Dickdarmkrebses

Parallel mit  dem Fortschritt des Dickdarmkrebses können sich die Symptome verschlechtern und die folgenden Beschwerden können erscheinen:

  • wegen der sich verstärkenden Blutung des Tumors wird der Stuhl immer blutiger bzw. immer schleimiger
  • der Durchfall wird öfter und schwerer, die Verstopfung kann dauerhaft werden
  • zunehmende Schmerzen im Bauch, stetiges Völlegefühl nach der Stuhlentleerung
  • schlechtes Allgemeinbefinden, Müdigkeit, Gewichtsabnahme

Falls der Dickdarmkrebs bereits begann zu wachsen und eine große Ausbreitung erreichte, kann auch eine Strecke des Darmes verschlossen werden. Als Symptom des Dickdarmkrebses können in diesem Fall starke Bauchschmerzen auftreten, zusammen mit anderen Beschwerden, z. B. mit Erbrechen.

Beim fortgeschrittenen Dickdarmkrebs kann manchmal vorkommen, dass der Tumor die Darmwand durchlocht (perforiert). Der Stuhl kann in diesem Fall in die Bauchhöhle kommen, was mit großen Schmerzen verbunden ist.

Falls sich der Dickdarmkrebs auch auf andere Punkte des Organismus ausbreitet hat (d.h. Metastase gegeben hat), so können weitere Symptome erscheinen. Diese hängen davon ab, welche Organe dadurch betroffen werden.

Symptome des Enddarmkrebses

Unter Enddarm versteht man den 15-20 cm Abschnitt vom After gerechnet und unter Enddarmkrebs den hier erscheinenden bösartigen Tumor. Obwohl die Symptome des Enddarmkrebses grundsätzlich ähnlich wie die Symptome des Dickdarmkrebses sind, können sich einige Unterschiede ergeben.

Der Enddarmkrebs kann „Fremdkörpergefühl“ bzw. fortlaufend bestehenden Stuhldrang auslösen. Infolge dessen wird aber im Allgemeinen früher erkannt, als der Dickdarmkrebs.

Die Blutung ist auch hier ein charakteristisches Symptom, aber die Farbe der Blutung ist beim Enddarmkrebs – im Gegenteil zum Dickdarmtumor, wo das Blut im Stuhl dunkel ist bzw. schwärzliche Farbe hat – eher grellrot. Der Grund dafür besteht darin, dass das Blut in diesem Fall nicht aus dem oberen, sondern dem untersten Abschnitt des Darmes stammt, so ist es noch frisch und wurde noch nicht dunkel. Die Blutung kann deswegen von der durch die Goldader verursachten auch hellroten Blutung nicht abgesondert werden.

Zwischen den zwei Krankheiten kann man deswegen – mindestens bei den Anfangssymptomen – nicht auf Grund des Erscheinens der Blutung, sondern charakteristisch des Schmerzensgefühls Unterschied machen: während der Enddarmtumor im Allgemeinen schmerzenslos ist, ist die Goldader in meisten Fällen mit Schmerzen verbunden.

 

Können die obigen Symptome auf eine andere Krankheit hinweisen?

Die oben aufgelisteten Symptome können nicht nur durch den Dickdarm- oder den Enddarmkrebs, sondern auch durch zahlreiche andere Krankheiten – zum Beispiel die geschwürige Enddarmentzündung – ausgelöst werden.

Blutung kann auch die schon erwähnte Goldader verursachen und viel öfter, als der Dickdarmkrebs oder der Enddarmkrebs. Den Unterschied zwischen der durch Goldader und Dickdarm verursachte Blutungen macht die Farbe des Blutes: bei Goldader ist das Blut nicht dunkel, sondern viel mehr hellrot (ähnlich wie beim Enddarmtumor vorkommende Blutung). 

Aber das dunklere Blut ist auch nicht unbedingt Symptom des Dickarmkrebses. Dies kann nämlich zum Beispiel auch durch ein blutendes Magengeschwür verursacht werden.

 

 

Was für Möglichkeiten stehen zur Behandlung des Dickdarmkrebses zur Verfügung?

 Die Behandlung des Dickdarmkrebses ist in dem Fall die erfolgreichste, wenn der chirurgische Eingriff fähig ist, den Tumor völlig zu entfernen. Neben der Operation können auch die Strahlen- und die Chemotherapie eine wichtige Rolle spielen, die in der letzten Zeit durch gezielt wirkende Behandlungen ergänzt wurden. Als ergänzende Therapie können auch Nährmittel-Behandlungen als Therapie in Frage kommen.

Die Behandlung des Dickdarmkrebses und des Enddarmkrebses (kolorektale Krebse) kann die erfolgreichste sein, wenn der Tumor durch chirurgischen Eingriff vollständig entfernt werden kann. Der Typ der Operation hängt in großem Maße von der Größe und von der Lage des Tumors ab. Das gewöhnliche Operationslösung ist das Entfernen des den Tumor enthaltenen Darmabschnittes. Im Frühstadium kann dieser Eingriff eine befriedigende Heilung für den Kranken bedeuten.

In der Behandlung des kolorektalen Krebses spielen neben den chirurgischen Eingriffen die Strahlen-und die chemische Therapie sowie in der letzten Zeit die gezielten biologischen Therapien wichtige Rolle. Die Behandlung kann auch mit einer in onkologischer Indikation registrierten, bei Dickdarmtumoren bewiesen wirkungsvollen Nährmitteltherapie ergänzt werden.

Strahlentherapie wird hautsächlich in der Behandlung des Enddarmkrebses angewandt. Die chemotherapeutische Behandlung richtet sich auf die Vernichtung der Krebszellen mit Anti-Tumor-Medikamenten. Im Gegensatz zur Strahlenbehandlung ist die Chemotherapie keine örtliche, sondern eine allgemeine, auf den ganzen Organismus wirkende Behandlungsart. Nach dem chirurgischen Eingriff kann die Behandlung in Abhängigkeit des Eingriffs und des Stadiums der Krankheit auch mit Strahlenbehandlung und Chemotherapie sowie gezielter biologischer Therapie ergänzt werden. Über gezielte biologische Therapie spricht man, wenn das Medikament fähig ist, die auf Grund ihrer abweichenden biologischen Eigenschaft identifizierten Tumorzellen gezielt zu vernichten, beziehungsweise ihre Vermehrung zu stoppen.

Eine solche gezielte biologische Therapie ist zum Beispiel die Hemmung die Wiederbildung der Vaskularisation, die bereits zu den standardmäßigen Verpflegungen im Falle von Dickdarmtumoren gehört. Die Zusammen mit der Chemotherapie angewandte Vaskularisation-Wiederbildungsbehandlung ist fähig, das Überleben der an Dickdarmtumor mit Metastasen leidenden Kranken bedeutend zu verlängern. Eine andere, auch im Falle des Dickdarmtumors erfolgreich anwendbare gezielte biologische Therapie basiert auf der Hemmung des Eiweißes des auf der Fläche der Tumorzellen befindlichen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR). Es lohnt sich, diesen Eiweiß nur dann zu hemmen, wenn der Kranke nach dem sogenannten KRAS-Test den wilden Typ des KRAS Eiweißes trägt. Falls der Tumor nämlich wegen Mutation des KRAS Gens entsteht, wird der fehlerhafte KRAS Eiweiß auch neben der Hemmung des Rezeptor Eiweißes des Wachstumsfaktors auf der Fläche der Zelle das zur Vermehrung anregende biologische Zeichen in Richtung Zellkern weiterleiten. Der Dickdarmtumor gibt Metastase am häufigsten in der Leber; während man diese Metastase früher nicht behandeln konnte, können die Metastasen in der Leber durch Anwendung der heutigen gezielten biologischen Therapien in solchem Maße geschrumpft werden, dass die Möglichkeit auch für das chirurgische Entfernen besteht.   

Über 50 Jahre ist für jedermann empfehlenswert, auch bei symptomenfreien Zustand den Dickdarm durch Bespiegelung untersuchen zu lassen, es ist nämlich der sicherste Weg, um das langsame, lange Zeit völlig unbemerkbare Entstehen des Dickdarmtumors vorzubeugen.

Viele fürchten vor der Untersuchung wegen der damit verbundenen Unannehmlichkeiten, wenn aber ein wirklich erfahrener über mehrjähriger Routine verfügender Fachmann die Bespiegelung durchführt, so wird es auch ohne Narkose nicht so unangenehm.