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Leber- und Gallenkrebs

Der Leberkrebs kommt zumeist auf der Ebene einer früheren Leberkrankheit (z.B. Leberschrumpfung, Zyrrhose) zustande.  Der Gallenblasenkrebs ist eine verhältnismäßig seltene Erkrankung, seine Erscheinung zeigt Kontakt mit Cholelithiasis.

In gewissen afrikanischen, südlich von Sahara gelegenen Ländern sowie in Süd-Ost Asien kommt der Leberkrebs sehr oft vor, auf diesen Gebieten macht er 50% aller bösartigen Tumoren aus, er meldet sich aber in Europa und Nord-Amerika verhältnismäßig selten. Unter Männern zeigt er eine größere Rate. Auf den Gebieten mit bedeutender Häufigkeit werden davon eher Jugendliche berührt, während in Europa und Amerika ist es die Krankheit der älteren Menschen.

 

Risikofaktoren

Der Leberkrebs kommt zuerst auf der Ebene einer früheren Leberkrankheit zustande. Aus diesem Gesichtspunkt hat die die Leberschrumpfung größte Bedeutung: bei ca. 4% der daran leidenden Personen wird das Erscheinen des Leberkrebses erwartet und die Zyrrhose selbst kann bei ca. ¾ der Leberkrebskranken bewiesen werden.

Die Leberschrumpfung, auf ärztlichen Namen Zyrrhose bedeutet die Änderung des Bindegewebes des arbeitenden Leberbestandes in erhöhtem Maße, durch Kreislauf- und Funktionsstörungen des Organs begleitet. Zur Zyrrhose kann unter anderem das Alkoholismus, gewisse selten benutzte Medikamente, Wurminfektion, geerbte Eisenlagerungskrankheit sowie durch den B6 Virus verursachte Hepatitis (Leberentzündung) führen. Die beiden letzten sind, wenn möglich, noch häufiger in der Krankengeschichte der Lebertumorkranken vertre0ten. Als mögliche Ursache können auch die toxischen Materialien der Pilze in Frage kommen, die sich in abgestandenen, verdorbenen Lebensmitteln ansiedeln.

Die Rolle des Virus Hepatitis B kann vielleicht herausgehoben werden. Tatsache, dass der Leberkrebs wesentlich öfter auf solchen Gebieten vorkommt, wo dieser Virus mehr verbreitet ist.

Im Kreis derjenigen, die das Oberflächenmaterial des Virus tragen, kommt der Leberkreis 200-mal öfter vor, als in denen, wo dieses Material nicht aufgezeigt werden kann. Interessante, neue Daten, dass sich das das Erbgut des Virus auch in den Kern der heilen Leberzellen von Lebertumorkranken, auch in den dort befindlichen genetischen Bestand einbaut, d.h. es wird schon vor der Ausgestaltung des Tumors in das Organismus des Kranken sozusagen integriert.

Frage, ob der Virus unmittelbar den Krebs verursacht. Auf Grund der Ergebnisse der bisherigen Forschungen scheint es so, dass der Hepatitis B Virus durch seine Zyrrhose verursachende Wirkung und nicht direkt zum Risiko des Leberkrebses führt. Bestimmt kann eine sehr bedeutende Verbesserung in der Statistik des Leberkrebses als Ergebnis der gegen Hepatitis B Virus angewandten und weltweit popularisierten Schutzimpfungen erwartet werden.

 

Beschwerden, Symptome

Der Lebertumorkranke sucht seinen Arzt im Allgemeinen mit unsicheren, oder aber auch eindeutigeren Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen, gegen Magen, mit Appetitslosigkeit, Gewichtabnahme auf. Da es hier nach den vorher beschriebenen Sachen im bedeutenden Prozentsatz auch eine Leberschrumpfung besteht, kann auch eine Flüssigkeitsanhäufung unter den Beschwerden vorkommen. Es folgt daraus, dass das geschrumpfte Lebergewebe nicht fähig ist, die aus der Richtung der Bauchorgane durchfließende Blutmenge durchzulassen, deshalb fließt wegen des erhöhten Drucks Flüssigkeit daraus durch die Gefäßwände in die Bauchhöhle. Die die Leberfunktion signalisierenden laboratorischen Proben sind im Allgemeinen pathologisch, aber negative Laborergebnisse schließen noch nicht eindeutig das Bestehen des Krebses aus.

 

Behandlung

Im Falle einer eindeutigen Diagnose muss man auf jeden Fall versuchen, die Tumorveränderung chirurgisch durch Ausoperation des betroffenen Lappens des Organs zu entfernen – wenn keine ausschließende oder verzögernde Gründe aus dem aktuellen Zustand des Kranken bestehen. Man muss auch erwägen, wie das volle Entfernen und das Ersetzen durch Transplantation des erkrankten Organs die Chancen der Heilung verbessern.

Falls der Tumor durch Operation nicht behandelt werden kann, ist eine immer häufiger verwendete Möglichkeit, die Vernichtung der Tumorzellen durch Abbinden oder Abschluss auf chemischem Wege der die Blutzuführung des Tumors sichernden Ader hervorzurufen.

Die Anti-Tumor Medikamente können in Form von gewohnten Veneninjektionen eingegeben werden, aber auch so, dass diese unmittelbar in die in den Leber führenden Ader eingespritzt werden. Diese Mittel können auch miteinander bzw. mit chirurgischen und radiologischen Techniken kombiniert zur Verbesserung der Chancen der Heilung angewandt werden.

Gallenblasenkrebs

Der Gallenblasenkrebs kommt ziemlich selten vor. Seine Erscheinung zeigt Kontakt mit Cholelithiasis. Da die letztere sich öfter bei Frauen entwickelt, treffen wir mit kanzeröser Änderung des Gallenblasens öfter bei Frauen. Nach den Statistiken findet man kanzeröse Änderung bei Gallenblasen mit Steine in 3%, bei Gallenblasen ohne Steine aber nur in 0,2%. Der Tumor wird meistens versehentlich im Gallenblasen, der wegen der Steine entfernt wurde, entdeckt.

Der Gallenblasenkrebs zeigt bei den süd-amerikanischen Indianern und Mexikanern eine Kumulierung, seine Häufigkeit steigt mit Erhöhung des Alters.

Falls nur die innere Oberflächenschleimhaut durch die Krankheit betroffen wird, erfolgt eine fortdauernde Heilung in ¾ der Fälle als Ergebnis der Operation. Bei umfangreicheren Prozessen ist die Prognose leider schlechter.